Presse

Für die Südumgehung an einem Strang ziehen


Hameln-Pyrmont (HW). Alle Jahre wieder lädt der Arbeitgeberverband der Unternehmen im Weserbergland (AdU) Vertreter aus Wirtschaft und Politik zur Regionalkonferenz Verkehrsanbindung. Und alle Jahre wieder steht bei diesem Termin auch das Thema Südumgehung auf der Tagesordnung, denn dem AdU geht es seit vielen Jahren um eine Verbesserung der Infrastruktur in der heimischen Region.

Referent Markus Brockmann war mit "einem großen Strauß an Maßnahmen" zur 18. Regionalkonferenz ins Hotel "Stadt Hameln" gekommen. Dabei stellte der Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln zwei Interessen in den Vordergrund: "Das Interesse der Bürger, die an hoch belasteten Straßen leben, und das der Unternehmen für eine bessere Infrastruktur.

Das Neueste von der Südumgehung im Jahr 2010: Nach dem aktualisierten Planfeststellungsverfahren sind bislang 52 Stellungnahmen und Einwände eingegangen, die es nun abzuarbeiten gelte. Was jedoch Zeit in Anspruch nehmen werde, denn ein einziger Einspruch aus dem naturrechtlichen Bereich umfasse allein 239 DIN-A4-Seiten, wie Ute Weiner-Kohl berichtete. "Bislang haben wir aber nichts entdeckt, was uns nach hinten werfen könnte", versicherte die Planerin der Landesbehörde.

AdU-Geschäftsführer Dieter Mefus zitierte aus einem Brief der verhinderten Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller an den Arbeitgeberverband. Darin spricht die SPD-Politikerin von "einem ziemlichen Kraftakt, der vor uns liegt, um die Südumgehung zu realisieren". Deshalb dürfe man sich nicht auseinander dividieren lassen. Lösekrug-Möller forderte die Organisationen und Verbände der Region auf, "zusammenzustehen". Ein Appell, der vom Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer unterstützt wird. Artikel vom 26.05.2010 - 17.23 Uhr


Vorsitzender Ulrich Meyer dankt dem Festredner Wolfgang SchneiderhanMi. 11.11.2009

Hameln-Pyrmont (geö). Das 60-jährige Bestehen des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland fällt in eine „Zeit des Umbruchs“, betont dessen Vorsitzender Ulrich Meyer. „Eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes hat uns in den vergangenen zwölf Monaten mit großer Wucht getroffen.“

Doch Meyer erging sich nicht in Pessimismus, verwies vielmehr anlässlich des traditionellen AdU-Herbstempfanges darauf, dass es dem sich wacker im internationalen Wettbewerb schlagenden industriellen Mittelstand zu verdanken sei, dass „nicht noch schlimmere Verwerfungen und Folgen in unserer Gesellschaft heraufbeschworen“ wurden.

Ohne die geschaffenen Gewinn- und Liquiditätspolster und die unternehmerische Vorsicht wären viele Unternehmen nicht in der Lage, die Krise zu überleben. Richtig war es, mit „großzügigen Kurzarbeitsgeld-Regelungen die Unternehmen in die Lage zu versetzen, ihre Mitarbeiter möglichst lange zu behalten und dadurch einen Know-how-Abfluss zu verhindern“. Auch wenn bereits vom Ende der Krise gesprochen werde, so sei man „noch nicht über den Berg“. Die Politik sei angehalten, attraktive Rahmenbedingungen aus dem Wettbewerb heraus zu schaffen. „Wirtschaftspolitik bedeutet nicht das Festhalten an möglichst vielen Arbeitsplätzen, die dann am Ende doch verloren gehen.“

Die heimischen Unternehmen seien von der Wirtschaftskrise „nicht ganz so negativ getroffen worden“. Meyer: „Richtig gut geht es bestenfalls einem Drittel unserer Mitgliederunternehmen. Richtig schlecht etwa einem Viertel.“ Erneut appellierte Meyer an die Politik, eine Fusion der Landkreise Holzminden, Hameln-Pyrmont und Schaumburg herbeizuführen. Politische Entscheidungen dürften hier nicht an regionalem Proporz gemessen werden.

Als Festredner hatte der AdU mit Wolfgang Schneiderhan den Generalinspekteur der Bundeswehr gewinnen können. Der ranghöchste Offizier referierte über die Sicherheit in der multipolaren Welt und die Rolle Deutschlands. Schneiderhan arbeitete die Bedeutung der Wirtschaft für Krisengebiete heraus. Stabile Verhältnisse können nur dann hinterlassen werden, wenn „wirtschaftliche Perspektiven“ geschaffen werden.

(Quelle: Hamelner Mark der Weser-Region Werbeverlag GmbH– Ausgabe 11.11.2009)
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